Admiral Brommy

Admiral Brommy

In Wilhelmshaven war ich nie, denn die Stadt wurde erst nach meinem Tod gegründet. Schade eigentlich...

Wilhelmshaven

Weil das Königreich Preußen keinen Nordseehafen besaß, erwarb man vom Oldenburger Großherzog ein Stück Land an der Mündung des Jadebusens. Der Aufstieg Wilhelmshavens vollzog sich rasant. Nach der Eröffnung 1869 wurde die Stadt kurz darauf zum Kriegshafen erklärt. Viele Soldatenfamilien siedelten sich an, da ein Großteil der preußischen Flotte hier ihren Heimathafen hatte. Auch die Schiffbaubranche boomte.

Daher verwundert es nicht, dass in Wilhelmshaven das Deutsche Marinemuseum eingerichtet wurde.Es zeigt die über 150-jährige Geschichte der deutschen Kriegsschifffahrt anhand von Biographien bekannter und unbekannter Personen sowie vielen technischen Exponaten. Prunkstück der Ausstellung ist das Museumskriegsschiff, der Zerstörer Mölders.

Kaiser-Wilhelm-Brücke. Foto: Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH

Auch sonst präsentiert sich Wilhelmshaven als eine durch und durch maritime Stadt. Die Kaiser-Wilhelm-Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Drehbrücke ist noch heute im Dienst und stellt ein beliebtes Fotomotiv dar - besonders, wenn sie gerade geöffnet ist, weil ein großes Schiff hindurchfährt.

Im Küstenmuseum erfahren die Besucher alles über die Entstehung der Küste und der Stadt, die auf dem Reißbrett geplant wurde. Die Themen der Ausstellung weisen jedoch auch in die Zukunft und stellen die Stadt Wilhelmshaven im Wandel vor. Am Helgolandkai befindet sich das Aquarium. Hier kann man nicht nur die Bewohner des Wattenmeers beobachten, sondern auch viele exotische Fische und andere Wasserbewohner. Tropische Gewässer werden hier ebenso präsentiert wie der kalte antarktische Ozean mit seiner besonderen Tierwelt.

Auch wenn der Marinehafen weit kleiner ist als in früheren Zeiten und auch der Schiffbau seine goldene Zeit hinter sich hat, mit dem Jade-Weser-Port wurde der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands errichtet, wo die größten Schiffe der Welt be- und entladen werden können.

Zeugnis einer älteren Besiedelung ist die Burg Kniphausen. Sie wurde im 15. Jahrhundert errichtet vom friesischen Häuptlingsgeschlecht Kniphausen, dessen Herrschaftsgebiet in dieser Region lag. In den Räumlichkeiten der heutigen Burg finden Konzerte und Ausstellungen statt. Der Ahnensaal ist für Besucher geöffnet.

Rathaus. Foto: Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbHDas Wilhelmshavener Rathaus, das 1929 vom berühmten Architekten Fritz Höger, der auch das Chile-Haus in Hamburg entwarf, erbaut wurde, ist ein markantes modernes Baudenkmal. Das auffällige Gebäude aus Bockhorner Klinker wird von einem 50 Meter hohen Turm gekrönt, der heute als Wasserreservoir dient. Außerdem kommt man mit einem Fahrstuhl hinauf auf eine Aussichtsplattform und kann einen großartigen Rundblick über die Stadt und den Jadebusen genießen.

Kontakt vor Ort:

Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbHWilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH
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Fotos: Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH